Barrique: französisches Volumenmaß für 225 Liter, wurde im Laufe der Zeit als Synonym für die Ausbaumethode im kleinen Eichenfass verwendet.

Eimer: Österreichisches Volumenmaß im Wien des 18. Jhdt., mit 57 Liter definiert, hat heute keine Bedeutung mehr.

Vier mal 57 ergibt 228 Liter.

Wie entsteht der Name: Vier Eimer Fass

Durch das Aushobeln hat das Fass mehr Inhalt. Das machten sich schon so manche Weinhändler zu Nutze. Deren Holzfässer wurden damals ausgelitert und staatlich geeicht, indem das Staatswappen auf die Fässer eingebrannt wurde. Unehrliche  Händler zerlegten die Fässer, hobelten sie innen aus und somit hatte das Fass mehr Fassungsvermögen als durch die Eichung verbrieft. Wurden dann laut Rechnung zum Beispiel 1000 Liter gekauft, so haben sich im Fass mehr befunden als 1000 Liter….

Eine alte Geschichte! Doch passt auch heute durch das Aushobeln mehr Wein in das Fass!

Deshalb die Überlegung: 225 Liter Fass durch aushobeln geht mehr in das Fass. Das sind ungefähr 228 Liter. Eben Vier Eimer!!!!

Die Ausbaumethode in ausgehobelten Barriques:

Das Barriquefass ist nach circa der dritten Befüllung fast neutral im Geschmack.

Die Fässer werden zerlegt. Mit einer Bandsäge wird die mit Wein durchtränkte Schicht herausgeschnitten. Das rohe Holz kommt wieder zum Vorschein.

Danach wird das Fass neuerlich getoastet und wieder zusammengebaut.

Dieses zweite Toasting kann nicht mit so hohen Temperaturen durchgeführt werden wie das erste Mal. Daher unterscheidet sich ein ausgehobeltes Fass auch in der Aromatik.

Weniger Vanille und rauchige Aromen. Eher härter im Geschmack, leicht bittere Gerbstoffe.

Dieses Fass eignet sich besonders für den Ausbau von Blaufränkisch. Durch das Fass wird die sortentypische Tanninstruktur noch stärker betont. Es entsteht eine mächtige Länge am Gaumen, der Wein wirkt besonders in seiner Jugend kantiger.

Die Frucht von Heidelbeere und Brombeere bleibt in ihrer Klarheit erhalten